Sanierungsfonds Hamburg 2020: Sanierungsmaßnahmen beim Stadtteilkulturzentrum Bramfelder Kulturladen e.V. (BRAKULA)

Dienstag, 23.04.2013, Drucksache 20/

Antrag der Abgeordneten Andreas Dressel, Gerhard Lein, Barbara Duden, Mathias Petersen, Karin Timmermann, Jan Balcke, Ole Thorben Buschhüter, Gabriele Dobusch, Gunnar Eisold, Christel Oldenburg, Wolfgang Rose, Carola Thimm, Juliane Timmermann, Matthias Albrecht, Birte Gutzki-Heitmann, Ulrike Hanneken-Deckert, Uwe Lohmann, Lars Pochnicht, Hansjörg Schmidt, Jens-Peter Schwieger, Isabella Vértes-Schütter, Ekkehard Wysocki, Regina Jäck und Fraktion

Der BRAKULA ist eine wichtige Kultur- und Kommunikationsinstitution in Hamburgs größtem Bezirk im Nordosten der Stadt – im Stadtteil Bramfeld. 1982 gegründet, steht der BRAKULA für die Ideen einer nichtkommerziellen Kultur- und Bildungsarbeit. Ziel des Bramfelder Kulturladens e.V. ist es, Kreativität, Kommunikation und Eigeninitiative zu fördern. Der BRAKULA ist ein wichtiger Bestandteil des kulturellen und sozialen Lebens in Hamburg, insbesondere im Bezirk Wandsbek und im Stadtteil Bramfeld. Das Selbstverständnis ist, ein offenes Haus für Menschen aller Nationen, Altersgruppen und sozialer Herkunft zu führen.
Seit über 30 Jahren macht das Kulturzentrum als bezirkliche Stadtteileinrichtung öffentlich geförderte Kinder-, Jugend-, Erwachsenen- und Seniorenarbeit. Es bietet Kurse und Veranstaltungen für alle Altersgruppen an und übernimmt damit die Funktion Kultur- und Bildungsarbeit in den Stadtteil hinein zu tragen und die nachbarschaftliche Identifikation zu fördern.
Beheimatet ist der BRAKULA in einem 130 Jahre alten historischen Bauernhaus mitten in Bramfeld. Es gehört mit seiner Fassade zu einem der letzten Beispiele bäuerlichen Bauens im Stadtteil und prägt nach wie vor das Stadtteilbild. Aktuell ist der Betrieb des Bramfelder Kulturladens durch die enormen Energiekosten und einen erheblichen Sanierungsstau gefährdet, wenn nicht umgehend weitreichende Sanierungsmaßnahmen durchgeführt werden, die der BRAKULA nicht aus Eigenmitteln bestreiten kann. Weiterhin sind bauliche Maßnahmen notwendig, um Menschen mit Behinderung einen barrierefreien Zutritt in den BRAKULA zu gewährleisten. Gerade ein ortsnahes Kultur- und Kommunikationszentrum muss für alle Menschen zugänglich sein.
Die aktuelle Entwicklung des Stadtteils Bramfeld ist geprägt durch die Erneuerung des Marktplatzes sowie die geplante Entwicklung der Achse zwischen Marktplatz und Dorfplatz auf der einen, und der zu entwickelnden Kulturinsel auf der anderen Seite der Bramfelder Chaussee. Dazu gehören auch Wohnungsbauvorhaben in direkter Nachbarschaft (Bebauungspläne Bramfeld 64 und Bramfeld 69) mit mehr als 200 Wohneinheiten. Langfristig soll der BRAKULA als Teil der Kulturinsel mit einem hergerichteten Vorplatz in prominenter Lage als sichtbare Attraktion ein Magnet auch über den Stadtteil hinaus werden. Hierfür ist eine umfangreiche Sanierung des BRAKULA dringend erforderlich.



Im Vorderhaus sind insbesondere folgende Maßnahmen dringend geboten, für die bereits erste konkrete Kostenschätzungen vorliegen:
Dämmmaßnahmen:
- Erneuerung der Fenster
- Erneuerung der Heizungsanlage
- Isolierung des Hauses durch Einbau einer Innendämmung
Sanierungsmaßnahmen:
- Erneuerung und Aufarbeitung der Fußböden
Im Hinterhaus sind insbesondere folgende Maßnahmen dringend geboten:
Dämmmaßnahmen:
- Erneuerung der Fenster
- Innen – und Außendämmung, ggf. Dachdämmungsmaßnahmen
- Erneuerung der Heizungsanlage nach Energiegutachten
Sanierungsmaßnahmen:
- Erneuerung der Lüftungsanlage im Veranstaltungssaal
- Sanierung und Erweiterung der Toilettenanlage hinsichtlich eines barrierefreien Zugangs
- Erneuerung des Saalfußbodens und der Saalausstattung (Saal-Tresen, Saal-Deckenlicht, Saal-Elektrik)
Aus dem Sanierungsfonds Hamburg 2020 sind bereits wichtige kulturpolitische Sanierungsprojekte in Hamburg angeschoben worden. Mit diesem Sanierungsantrag unterstreicht die SPD-Fraktion erneut, dass auch der Erhalt und die Weiterentwicklung der kulturellen Infrastruktur vor Ort in den Stadteilen von großer Relevanz für die hamburgweite Stadtentwicklung sind.

Die Bürgerschaft möge beschließen:
1. Im Haushaltsplan 2013/2014, Haushaltsjahr 2013 werden aus dem „Sanierungsfonds Hamburg 2020“ (Haushaltstitel 9890.791.07) bis zu 1.300.000 Euro für die dargestellten Sanierungsmaßnahmen zum Erhalt der Funktions- und Zukunftsfähigkeit des bezirklichen Kulturzentrums BRAKULA zur Verfügung gestellt und auf den Titel 1631.684.17 (Institutionelle Förderung – Soziokulturelle Stadtteilzentren) im Einzelplan 1.6 Bezirksamt Wandsbek zweckgebunden übertragen.
2. Der Senat wird ersucht, der Bürgerschaft zeitgerecht über die Sanierungsmaßnahmen zum Erhalt der Funktions- und Zukunftsfähigkeit des BRAKULA zu berichten.

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