Hamburger EnergieAgentur (Hamea)

Montag, 15.03.2010, Drucksache 19/5683

Antwort des Senats: Parlamentsdatenbank

Kleine Anfrage der Abgeordneten Monika Schaal

Am 12.03.2010 wurde im Rahmen einer Senatspressekonferenz von der Senatorin für Stadtentwicklung und Umwelt die Hamburger EnergieAgentur, kurz Hamea, vorgestellt. Ziel der Agentur sei es, eine breite Öffentlichkeit über Energiespar-Möglichkeiten zu beraten.

Bereits mit der Drucksache 19/4051 hatte ich den Senat zum Sachstand der Einrichtung einer Hamburger Energieagentur befragt. Viele Fragen waren damals offen geblieben.

Mit der Drucksache 19/4649 hatte die SPD-Bürgerschaftsfraktion einen Antrag zur Zusammenarbeit zwischen dem stadteigenen Energieversorger HamburgEnergie und der beschlossenen städtischen Energieagentur eingebracht. Der Antrag wurde an den Umweltausschuss überwiesen.

Ich frage den Senat:

1. In der Drucksache 19/4051 hieß es, die Energieagentur wird als Referat in das zuständige Amt der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt integriert. Das Auswahlverfahren für drei der bewilligten vier Stellen war laut Senatsauskunft (Drs. 19/4051) Mitte September abgeschlossen. Die Ausschreibung einer vierten Stelle soll zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen.
a. Hat sich an der Organisationsstruktur seitdem etwas geändert bzw. ist eine Änderung geplant und wenn ja, was bzw. welche?
b. Hat sich an der Stellenzahl seitdem etwas geändert bzw. ist eine Änderung geplant und wenn ja, was bzw. welche?
c. Wie viele Stellen sind mittlerweile besetzt bzw. wann sollen noch offene Stellen besetzt/ ausgeschrieben werden?

2. Ein Beratungs- und Dienstleistungskonzept war laut Senatsauskunft „in der Bearbeitung“.
a. Welche Ziele und Zielgruppen hat die Agentur?
b. Welche Dienstleistungen wird sie erbringen?
c. Wie wird die Agentur beworben?

3. Die EnergieAgentur soll sich gezielt an die Privathaushalte wenden und Tipps für Energiespar- und Klimaschutzmaßnahmen geben.
a. Wie will man die Privathaushalte erreichen?
b. Welche Mittel werden für die Beratung, Kampagnen, webbasierte Informations- und Mitmachangebote sowie eine umfassende Öffentlichkeitsarbeit zur Verfügung gestellt?
c. Wie will man insbesondere einkommensschwache Haushalte über Energieeinsparmöglichkeiten informieren?

4. Der neue stadteigene Energieversorger Hamburg Energie hat Anfang September 2009 seinen Betrieb aufgenommen. Um das stadteigene Unternehmen weiter am Markt zu profilieren, muss Hamburg Energie sein Angebot erweitern sowie seinen Kunden und Interessenten auch Informations- und Beratungsangebote zu Klimaschutz- und Energiesparmöglichkeiten machen, um Kundenbindungen zu festigen und neue Kontakte zu knüpfen.
Gleichzeitig muss auch die neu gegründete Energieagentur Hamea, sich den Hamburgern erst vorstellen und ihre Angebote und Partner bekannt machen.
Inwieweit ist geplant, Hamburg Energie in das Konzept der Hamea einzubinden und welche konkreten Maßnahmen sollen diesbezüglich erfolgen mit Blick auf
a. Konzepte und Programme von der Hamea/ Hamburg Energie,
b. die Kommunikationsstrategie und -angebote von der Hamea/ Hamburg Energie?

5. Die Hamea soll eine Vielzahl von Projekten mit verschiedenen Kooperationspartnern koordinieren. Als erste Maßnahme können 500 Haushalte ab sofort einen erfahrenen Berater der Verbraucherzentrale Hamburg zu einem zweistündigen kostenlosen Energiecheck ins Haus holen.
a. Über welchen Zeitraum soll die Maßnahme laufen?
b. Welche Vorgaben hat die Verbrauchzentrale Hamburg für diese Maßnahme ggf. bekommen und von wem?
c. Welche Mittel werden der Verbraucherzentrale Hamburg für diese Maßnahme zur Verfügung gestellt vund woraus wird dies finanziert?

6. Als weitere Kooperationspartner sollen die Caritas und Hamburger Arbeit hinzukommen.
a. Welche Aufgaben werden diese Kooperationspartner jeweils übernehmen?
b. Zu welchem Zeitpunkt werden die Kooperationen starten?
c. Welche Vorgaben gibt es ggf. bei den Kooperationen?
d. Welche Mittel werden hierfür ggf. zur Verfügung gestellt und aus welchen Titeln?

7. Studierende der Hochschule für angewandte Wissenschaft (HAW) sollen Haushalte im Stadtteil St. Georg begleiten und energetisch beraten.
a. Wie viele Studierende sollen hier eingesetzt werden?
b. Welche Qualifikationen bringen die Studierenden mit?
c. Wie viele Haushalte sollen wo in St. Georg beraten werden?
d. Welche Vorgaben gibt es für dieses Projekt?
e. Welche Mittel werden hierfür zur Verfügung gestellt und aus welchem Titel?

8. Wann werden die unter den Fragen 6-8 genannten Projekte evaluiert und von wem?

9. Welche weiteren Kooperationspartner gibt es beziehungsweise wird es geben?
a. Welche Aufgaben haben die jeweiligen Kooperationspartner?
b. Wie wird die Zusammenarbeit mit den Partnern geregelt und organisiert?
c. Wann beginnen ggf. die Kooperationen bzw. wann sind sie gestartet?
d. Welchen Beitrag haben jeweils welche Kooperationspartner jeweils zur Konzeption der Agentur geleistet?

10. Ist durch die Einrichtung der Hamea geplant, Angebote der Verbraucherzentrale Hamburg einzuschränken bzw. einzustellen und wenn ja,
a. welche,
b. zu welchem Zeitpunkt?

11. Planen ggf. weitere Kooperationspartner, durch die Einrichtung der Hamea Beratungsangebote in Hamburg einzuschränken bzw. einzustellen und wenn ja,
c. welche Kooperationspartner planen jeweils welche Angebote zu reduzieren/ einzustellen,
d. zu welchem Zeitpunkt?

12. Wird es Außenstellen der Hamea geben und
wenn ja,
a. wo,
b. wann werden diese eingereichtet,
c. wie werden diese Außenstellen finanziell und personell ausgestattet?
bzw. wenn nein,
d. warum nicht?

13. Bei der Planung der Hamea wurde nach ähnlichen Projekten in anderen Bundesländern gesucht.
a. Welche Projekte in welchen Städten wurden untersucht?
b. Welche Erkenntnisse wurden bei den jeweiligen Projekten gewonnen?


Ansprechpartner

Monika Schaal

  • Umwelt, Klima und Energie

Referent/in

Tricola Schmidt

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