Gründung des Vereins zur Förderung des Clusters Erneuerbare Energien

Donnerstag, 30.09.2010, Drucksache 19/7465

Antwort des Senats: Parlamentsdatenbank

Kleine Anfrage der Abgeordneten Monika Schaal, Karl Schwinke

Am 29. September hat sich in Hamburg der „Verein zur Förderung des Clusters Erneuerbare Energien Hamburg“ gegründet. Ziel des Vereins und seiner 57 Gründungsmitglieder ist es, die Branche der Erneuerbaren Energien in der Metropolregion besser zu vernetzen, vorhandene Wachstumspotenziale zu realisieren und die Position der Branche international systemisch auszubauen. Unklar bleibt, ob damit bereits auch ein Clustermanagement installiert wird oder ob der Verein zunächst nur die Aufgabe hat, die Gründung eines Clusters vorzubereiten.

In Hamburg sind mehr als 100 Betriebe aus den Bereichen Solarenergie, Windenergie und anderen erneuerbaren Energien ansässig. Viele große Unternehmen aus der Branche haben ihre Firmenzentrale in Hamburg. Allerdings handelt es sich zumeist um die Verwaltungszentralen, Produktionsbetriebe sind aufgrund der hierfür häufig in einer Stadt nicht vorhandenen Flächenbedarfe kaum vertreten. Ein Cluster, das in diesem Bereich erfolgreich agieren will, kann daher an den Stadtgrenzen Hamburgs nicht halt machen, sondern muss sich stark in den norddeutschen Raum und zum Teil darüber hinaus vernetzten.

Vor diesem Hintergrund fragen wir den Senat:

1. Was ist die Struktur und der genaue Zweck des „Vereins zur Förderung des Clusters Erneuerbare Energien“?
a. Was bringt die Stadt und was bringen die Unternehmen in den Verein ein?
b. Welche Ziele hat er sich selbst gesetzt?
c. Dient er der Vorbereitung eines Clusters und insbesondere des Clustermanagements oder stellt er bereits die Clusterstruktur dar?

2. Wie setzt sich der Verein im Einzelnen zusammen?
a. Welche Branchen, bzw. einzelnen Unternehmen sind in ihm versammelt? Wie viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in Hamburg, bzw. der Metropolregion bei den im Verein vertretenen Unternehmen beschäftigt?
b. Welche bzw. wie viele der im Verein vertretenen Unternehmen haben ihre Verwaltungszentrale in Hamburg, welche bzw. wie viele verfügen über einen Produktionsstandort in Hamburg?
c. Welche bzw. wie viele der im Verein vertretenen Unternehmen haben weder ihren Verwaltungssitz noch einen Produktionsstandort in Hamburg, sondern sind in der Metropolregion angesiedelt?
d. Sind alle zentralen Unternehmen der Branche in Hamburg in ihm vertreten?
e. Welche Hochschulen sind in den Verein vertreten? Über welche Studienschwerpunkte in diesem Bereich verfügen diese bereits?

3. Dem Hamburger Abendblatt vom 30. September war zu entnehmen, dass der Verein zu 49% durch die Wirtschaft und zu 51% durch die Stadt getragen wird. Worauf bezieht sich dies, ist dies auch eine Aussage über die Einbringung finanzieller Mittel?

4. Wie ist der Stand beim Aufbau des Clustermanagements?
a. Welche Struktur hat es bzw. wird es haben?
b. Wo ist bzw. wird dieses angesiedelt sein?
c. Gibt es beim Aufbau und später bei der Ausgestaltung des Clustermanagements eine Kooperation mit den Nachbarbundesländern bzw. den Kommunen in der Metropolregion? Wen ja wie gestaltet sich diese?
d. Wie viele Mittel stehen zukünftig für das Clustermanagement zur Verfügung? Aus welchen Titeln welcher Behörde wird dies finanziert? Werden Fördermittel für bestehende Cluster im Gegenzug abgesenkt? Ist eine Kofinanzierung aus Schleswig-Holstein und / oder Niedersachsen vorgesehen, da ja die gesamte Metropolregion von einem entsprechenden Cluster profitiert?

5. Gerade im Offshore-Bereich sind auch Kooperationen mit anderen Ländern sinnvoll. Welche Überlegungen bzw. konkreten Planungen gibt es hier beispielsweise mit den Nachbarländern Dänemark und den Niederlanden?





Ansprechpartner

Monika Schaal

  • Umwelt, Klima und Energie

Karl Schwinke

  • Kooperationsprojekte Hamburg/Schleswig-Holstein

Referent/in

Andrea Boennen

Dokumente

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