Situation in den Hamburger Tierheimen

Montag, 12.07.2010, Drucksache 19/6723

Antwort des Senats: Parlamentsdatenbank

Kleine Anfrage der Abgeordneten Monika Schaal

In einem offenen Brief vom 1. Juli hat sich der Deutsche Tierschutzverein an die kommunalen Mandatsträger gewandt, um auf die Lage der Tierheime hinzuweisen.
Kritisiert wird u.a., dass die Tierheime Verpflichtungen der Kommunen übernehmen, aber immer häufiger auf den Kosten sitzen bleiben.

Zudem würden Spendenaufkommen und Sponsoringleistungen weiter zurückgehen, auf der anderen Seite aber immer mehr Tiere aus finanziellen Gründen abgegeben werden.

In Hamburg nehmen das Tierheim der Hamburger Tierschutzbundes in der Süderstraße oder das Franziskus-Tierheim des Bundes gegen Missbrauch der Tiere e.V. (bmt) Tiere auf.

Ich frage den Senat:

1. Welche Tierheime gibt es in Hamburg und welche Leistungen werden von den jeweiligen Hamburger Tierheimen angeboten?

2. Wie viele hauptamtliche MitarbeiterInnen in welchen Bereichen und mit welcher Stundenzahl sind in den Hamburger Tierheimen beschäftigt und wie hat sich die Zahl der MitarbeiterInnen in den letzten fünf Jahren entwickelt?

3. Wie viele ehrenamtliche MitarbeiterInnen in welchen Bereichen sind in den Hamburger Tierheimen tätig und wie hat sich die Zahl der ehrenamtlichen MitarbeiterInnen in den letzten fünf Jahren entwickelt?

4. Wie viele Tiere (bitte mit Angabe der Art/ Rasse) sind derzeit in den jeweiligen Hamburger Tierheimen untergebracht und wie stellten sich die Zahlen jeweils an den Jahresenden 2005, 2006, 2007, 2008 und 2009 dar?

5. Wie lang ist die durchschnittliche Verweildauer der Tiere in den Hamburger Tierheimen und wie hat sich die Verweildauer in den letzten fünf Jahren entwickelt?

6. Wie viele als gefährlich eingestufte Hunde (aufgeschlüsselt nach ihrer Gefährlichkeit gemäß des Hamburgischen Hundegesetzes) sind zurzeit in den jeweiligen Hamburger Tierheimen untergebracht und seit wann liegt für sie ggf. jeweils die Freigabe zur Weitervermittlung vor?

a. Wie viele als gefährlich eingestufte Hunde (aufgeschlüsselt nach ihrer Gefährlichkeit gemäß des Hamburgischen Hundegesetzes) wurden jeweils in den Jahren 2008, 2009 und in 2010 wohin bzw. in welche Bundesländer vermittelt?
b. Wie hoch war/ ist die Vermittlungsquote für als gefährlich eingestufte Hunde (aufgeschlüsselt nach ihrer Gefährlichkeit gemäß des Hamburgischen Hundegesetzes) jeweils in den Jahren 2007, 2008, 2009 und in 2010?
c. Der Vertrag zwischen der FHH und dem HTV beinhaltete (vgl. Drs. 18/4466), dass dem HTV für jeden vermittelten Hund pauschal 460,00 Euro erstattet werden. Haben sich die Konditionen für die Vermittlung von Hunden ggf. verändert und wenn ja, inwiefern?

7. Wie viele Fundtiere wurden in den jeweiligen Monaten im Jahr 2010 bei den Hamburger Tierheimen abgegeben?

8. Welche Kosten fallen an, wen Bürger/ -innen Tiere aus den jeweiligen Hamburger Tierheimen abholt und wofür?

9. Wie stellt sich die Unterbringungssituation in den Hamburger Tierheimen derzeit dar?

10. Welche baulichen Investitionen sind ggf. in den Hamburger Tierheimen derzeit notwendig, wofür und mit welchen Kosten sind diese verbunden?

11. Welche Mittelbedarfe haben die Hamburger Tierheime derzeit und inwiefern werden die Bedarfe durch öffentlichen Zuwendungen, Spenden, etc. gedeckt?

12. Welche öffentlichen Mittel werden den Hamburger Tierheimen jährlich zur Verfügung gestellt und wie haben sich die Zuwendungen in den letzten fünf Jahren entwickelt?

13. Wie hoch waren die Spenden- und Sponsoringeinnahmen für die jeweiligen Hamburger Tierheime jeweils in den Jahren 2005-2010?

14. Kennt der Senat den „offenen Brief“ des Deutschen Tierschutzbundes vom 1. Juli und wenn ja, wie beurteilt der Senat die dortigen Anmerkungen bzgl. der Hamburger Situation?

15. Wird der Senat zu dem „offenen Brief“ Kontakt zum Deutschen Tierschutzbund aufnehmen und wenn ja, wann und in welcher Form?

16. Der Deutsche Tierschutzbund hat in dem „offenen Brief“ angemerkt, dass „ein mit den jeweiligen Präsidenten vereinbartes Spitzengespräch kurzfristig abgesagt“ wurde. Warum wurde dieses Gespräch abgesagt?

17. Der Deutsche Tierschutzbund fordert einen bundesweit einheitlichen Rahmen für die „Fundtierkostenerstattung“ sowie die Schaffung eines dauerhaften Investitionsfonds und eines Nothilfefonds in den öffentlichen Haushalten.
Welche Haltung hat der Hamburger Senat bzgl. dieser Forderungen und in welcher Form wird er sich ggf. dafür einsetzen?


Ansprechpartner

Monika Schaal

  • Umwelt, Klima und Energie

Referent/in

Tricola Schmidt

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