Listeriose-Erkrankungen in Hamburg

Montag, 31.05.2010, Drucksache 19/6363

Antwort des Senats: Parlamentsdatenbank

Kleine Anfrage der Abgeordneten Monika Schaal

Gelangen Listerien-Bakterien in Milch-, Fleisch- oder Fischprodukte, besteht für Verbraucherinnen und Verbraucher eine Gesundheitsgefahr, da die widerstandsfähigen Keime schwere Erkrankung auslösen können. Bei Säuglingen und Schwangeren sowie alten und gesundheitlich geschwächten Menschen kann die Krankheit tödlich enden.
Im vergangenen Jahr sind sechs Menschen gestorben, weil sie Käse eines österreichschen Herstellers verzehrt hatten, der offenbar mit den Bakterien verseucht war. Auch der Discounter Lidl verkaufte zwei der betroffenen Sorten in Deutschland.
Verbraucherschützer raten gefährdeten Menschen, generell auf Rohmilch-Käsesorten - also zum Beispiel auf Harzer Käse oder Emmentaler - zu verzichten.

Vor diesem Hintergrund frage ich den Senat:

1. Wie viele Listeriose-Erkrankungen sind in Hamburg durch den Verzehr von Lebensmittel in den letzten drei Jahren festgestellt worden?
a. Wann?
b. Bei wem?
c. Durch welche Lebensmittel und Darreichungsformen wurden die Erkrankungen hervorgerufen?
d. Wie sind die Erkrankungen verlaufen?
e. Waren unter den Erkrankten besondere Risikogruppen anzutreffen und wenn ja, welche?

2. Sind in Hamburg in den letzten drei Jahren mit Listerien-Bakterien verseuchte Lebensmittel entdeckt worden und wenn ja,
a. wann?
b. wo bzw. bei wem?
c. durch wen wurden die Lebensmittel entdeckt bzw. gemeldet?
d. welche Maßnahmen wurden daraufhin jeweils veranlasst?

3. Welche Maßnahmen unternimmt die FHH, um Listerien-belastete Produkte nicht in den Umlauf kommen zu lassen?

4. Wie wurde und wird die Bevölkerung auf die Gefahren beim Verzehr Listerien-belasteter Produkte hingewiesen?

5. Hat der Senat die Öffentlichkeit auf die belasteten Produkte, die Risiken beim Verzehr, ihrer Herkunft und Hersteller hingewiesen?
a. Wenn ja – wann und in welcher Form?
b. Wenn nein – warum nicht?

6. Inwiefern steht die FHH bei dem Thema Listerien-Erkrankungen im Austausch mit der Bundesregierung sowie den zuständigen Landesbehörden? Welche Erkenntnisse und Maßnahmen sind aus anderen Bundesländern bzw. auf Bundesebene bekannt?

7. Inwiefern steht die FHH bei dem Thema Listerien-belastete Produkte im Austausch im Austausch mit Unternehmen, die Lebensmittel verbreiten bzw. in den Umlauf bringen?

8. Ist der Senat der Auffassung, dass die Unternehmen bezüglich Listerien-belasteter Produkte die VerbraucherInnen hinreichend informieren und wenn ja, inwiefern bzw. wenn nein, warum nicht und was gedenkt der Senat dagegen zu tun?

Ansprechpartner

Monika Schaal

  • Umwelt, Klima und Energie

Referent/in

Dr. Oliver Trede

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