Schulbegleitung von Kindern mit autistischen Störungen in Hamburg.

Mittwoch, 10.02.2010, Drucksache 19/5360

Antwort des Senats: Parlamentsdatenbank

Kleine Anfrage der Abgeordneten Dirk Kienscherf, Ties Rabe

Schulbegleiter können sowohl vom Sozialamt (§53 SGB, bei körperlicher und geistiger Behinderung) als auch vom Jugendamt (§35 SGB, zur Verhütung seelische Behinderung) bewilligt werden. Schulbegleitung zielt letztendlich auf eine weitestgehende Selbständigkeit des Schülers und seine Integration in sein soziales Umfeld, mithin seine zunehmende Unabhängigkeit. Je intensiver und qualifizierter ein Kind mit einer autistischen Störung (dazu zählen hier auch Kinder mit Asperger-Syndrom) von Anfang an begleitet wird, desto bessere Prognosen kann man bezüglich seiner Integration und Eigenständigkeit stellen.


Durch die Unterzeichnung der UN-Konvention über die Rechte behinderter Menschen hat sich zudem Deutschland verpflichtet, jedem behinderten Kind den Besuch von Regelschulen zu ermöglichen. So fordert die UN-Behindertenrechtskonvention in der englischen, rechtlich verbindlichen Wortlautfassung, ein „inklusives Bildungssystem auf allen Ebenen“ zu gewährleisten. Auch Hamburg hat sich zur Umsetzung der Konvention bekannt bzw. ist dazu verpflichtet.


Vor diesem Hintergrund frage wir den Senat:

1.
a) Wie viele Kinder mit autistischen Störungen werden derzeit in Hamburg auf einem Integrationsschulplatz mit zusätzlichem Schulbegleiter beschult?
b) Wie viele dieser Kinder haben einen Schulbegleiter im vollen Umfang der Unterrichtszeit?
c) Wie viele dieser Kinder haben einen Schulbegleiter nur zu einem Teil der Unterrichtszeit?
d) Wie viele dieser Kinder haben einen Schulbegleiter seit der Einschulung in die erste Klasse?
2.
a) Wie viele Kinder mit autistischen Störungen werden derzeit in Hamburg auf einem Regelschulplatz mit zusätzlichem Schulbegleiter beschult?
b) Wie viele dieser Kinder haben einen Schulbegleiter im vollen Umfang der Unterrichtszeit?
c) Wie viele dieser Kinder haben einen Schulbegleiter nur zu einem Teil der Unterrichtszeit?
d) Wie viele dieser Kinder haben einen Schulbegleiter seit der Einschulung in die erste Klasse?

3. Welche Maßnahmen plant der Senat zur verbesserten Integration von Kindern autistischen Störungen in den Regelunterricht / Regelschulen?



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