Beteiligung an den Netzgesellschaften

Mittwoch, 18.04.2012

Wichtiger Schritt für die Energiewende in Hamburg

"Die umfangreichen Vereinbarungen zur Strom-, Gas- sowie Fernwärmeversorgung sind zusammen mit der strategischen Beteiligung an den drei Netzgesellschaften ein wichtiger Schritt für die Energiewende in Hamburg", so die Fachsprecherin Umwelt der SPD-Fraktion, Monika Schaal, in der heutigen Bürgerschaftsdebatte. "Wir haben von Anfang an betont, dass mit einer Beteiligung an den Netzgesellschaften vor allem die Energiewende und der Klimaschutz voran gebracht werden. Genau das ist gelungen, denn die Vereinbarungen mit den Energieversorgern gehen deutlich über die Möglichkeiten hinaus, die mit einer alleinigen 25,1%-Beteiligung erreicht werden könnten.

Vor allem Energiespeicher in jedweder Form seien für die Umsetzung der Energiewende dringend erforderlich, denn nur so könnten auch die rasant wachsenden Erneuerbaren Energien effizient genutzt werden, betonte Schaal. "Durch die Entwicklung von 'Power-to-Gas-Technologien', Wasserstofferzeugung, sowie dem Zubau von dezentralen Blockheizkraftwerken und ihrer Zusammenschaltung zu so genannten virtuellen Kraftwerken wird eine effiziente dezentrale Energieerzeugung im großen Stil möglich sein. Hamburg übernimmt hier eine Vorreiterrolle!"

Mit einer 100-prozentigen Übernahme der Netze wäre man dagegen in punkto Energiewende und dem Klimaschutz keinen Schritt weiter, machte Schaal deutlich. "Statt eine klimafreundlichere Fernwärmeversorgung, Energie-Speichertechnologie oder virtuelle Kraftwerke aufzubauen, müsste die Stadt erstmal langwierige Gerichtsverfahren – mit zudem offenem Ausgang – führen und alle Investitionen selber finanzieren." Zudem bliebe ein hohes finanzielles Risiko.

Entscheidend ist aus Sicht der SPD-Fraktion, dass die vereinbarten Maßnahmen nun auch zügig und transparent umgesetzt werden. Dazu hat die Fraktion einen entsprechenden Zusatzantrag eingebracht. Schaal: "Dabei stehen für uns die rasche Realisierung des Gas- und Dampfturbinenkraftwerks (GuD) mit angeschlossenem Speicher als Alternative zur Moorburgtrasse und die Aufstellung eines innovativen Wärme- (und Kälte-)Konzeptes unter Einbeziehung vorhandener industrieller Abwärme und Erneuerbaren Energien im Mittelpunkt." Um die Energiewende und den Klimaschutz im gesamtstädtischen Interesse wirksam auszugestalten, soll außerdem eine Kooperation mit weiteren Akteuren und den Partnern der Hamburger Energiewirtschaft gesucht, ein energiewirtschaftlicher Beirat mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Umwelt-, Verbraucher- und Sozialverbänden sowie Behörden eingerichtet sowie ein Bürgerdialog initiiert werden. Schaal abschließend: "Die Energiewende in Hamburg muss auf einer breiten Basis in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft fußen. Dafür setzen wir uns ein."

Ansprechpartner

Monika Schaal

  • Umwelt, Klima und Energie

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