Global denken, lokal Handeln – SPD-Fraktion will fairen Handel weiter stärken

Mittwoch, 25.09.2013

Mit einem Antrag zur heutigen Bürgerschaftssitzung setzt sich die SPD-Fraktion für die Stärkung des fairen Handels in Hamburg ein. Dazu erklärt der SPD-Abgeordnete Sven Tode: "Wir wollen, dass in Hamburg so bald wie möglich nur noch solche Waren eingeführt, genutzt und konsumiert werden, deren Herstellung unter Bedingungen stattfindet, die mindestens den Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation entsprechen. Dafür ist es nötig, das Fair Trade-Leitmotiv auch auf jene Bereiche der öffentlichen Beschaffung auszudehnen, die vom Vergabegesetz noch nicht erfasst sind. Außerdem wollen wir die Liste der sogenannten 'kritischen Warengruppen' ergänzen. Dazu haben wir an den Senat umfangreiche Prüfaufträge gerichtet."

Tode weiter: "Mit unserer Initiative zeigen wir ein weiteres Mal, dass wir nicht nur von sozialer Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit reden, sondern sie als Regierungsfraktion ganz konkret in praktischen Schritten umsetzen. Wir denken global und wir handeln lokal."

Neben der Politik seien aber auch Verbraucherinnen und Verbraucher sowie die deutschen Unternehmen für die Ausweitung des fairen Handels wichtig, betont die Fachsprecherin Europa der SPD-Fraktion, Sabine Steppat. "Hamburg stellt sich als Hafen- und Handelsstadt seiner Verantwortung. Senat und Bürgerschaft sind hier Vorreiter. Es werden aber weitere Schritte und Maßnahmen benötigt, um das Fair Trade-Konzept noch mehr in das Bewusstsein auch der Bevölkerung und Wirtschaft zu rücken. Wir werden hierfür weiter werben und mit gutem Beispiel vorangehen."
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