Gesundheit für alle – beispielhafte Gesundheitsprojekte weiterentwickeln

Dienstag, 18.06.2019

Die Senatorin für Gesundheit und Verbraucherschutz, Cornelia Prüfer-Storcks, hat heute gemeinsam mit dem Präsidenten der Ärztekammer, einer Vertreterin der Krankenkassen (vdek) und einer Patientenvertreterin erste konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Gesundheitskompetenz in Hamburg vorgestellt. Seit einem Jahr arbeiten in der „Landeskonferenz Versorgung“ auf Initiative der Hamburger Gesundheitsbehörde die wichtigsten Akteure des Hamburger Gesundheitswesens an diesem Thema. Denn jedem zweiten Menschen in Deutschland fällt es schwer, gesundheitsrelevante Informationen zu verstehen oder bei seiner Entscheidung angemessen zu berücksichtigen. Dies geht aus der Health Literacy Studie-Germany 2016 hervor. Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen hatten in einem Antrag den Senat ersucht, über die eingesetzten Maßnahmen zur Verbesserung der Gesundheitskompetenz zu berichten und sich dafür einzusetzen, dass beispielhafte Projekte – wie z. B. der Gesundheitskiosk in Billstedt/Horn – nach erfolgreicher Evaluation weiterarbeiten können (siehe Anlage).

Dazu Sylvia Wowretzko, gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Bürgerschaftsfraktion: „Wir wollen, dass unser hoch entwickeltes Gesundheitssystem für alle zugänglich bleibt, die es brauchen. Darum fördern wir Gesundheitskompetenz und Patientenorientierung. Die Formulierung von Info-Broschüren in einfacher und leichter Sprache und der weitere Ausbau der Gesundheitsbildung zum Beispiel in Schulen und Kitas sind hierfür gute Beispiele. Besonders freut es mich, dass nach dem Vorbild von MiMi, bald noch mehr geschulte Gesundheitslotsen in die Nachbarschaften gehen, um über unser Gesundheitssystem aufzuklären. Hier zeigt sich, dass Modelle, die zum Abbau von Barrieren für bestimmte Gruppen entwickelt wurden, am Ende allen zugutekommen. Wünschen würde ich mir, dass Angebote wie die sehr gute Gesundheitsakademie des UKE gerade für einkommensschwache Personen künftig kostenfrei wird.“
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