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Datenauswertung zu Corona-Erkrankungen und Sozialstatus: „Stärkung der lokalen Impf-Infrastruktur in sozial benachteiligten Gebieten jetzt entscheidend“

Donnerstag, 29.04.2021

Eine Datenauswertung der AOK Rheinland/Hamburg kommt zu dem Ergebnis, dass ein Zusammenhang zwischen dem Bezug von Transfereinkommen und Krankenhausbehandlungen in Verbindung mit Covid-19 besteht. Die AOK fordert deshalb „flächendeckende Impfungen“ für Menschen in sozial benachteiligten Vierteln. Die SPD-Bürgerschaftsfraktion bekennt sich zu der in der Impfverordnung des Bundes empfohlenen Priorisierung bei der Impfreihenfolge, die auch personenbezogene Risiken in verschiedenen Kategorien berücksichtigt, und unterstützt ausdrücklich die verstärkte Schaffung dezentraler Impfmöglichkeiten in allen Regionen Hamburgs.

Dazu Dirk Kienscherf, Vorsitzender der SPD-Bürgerschaftsfraktion: „Die jüngste Untersuchung der AOK bestätigt die Notwendigkeit, dezentrale Impfangebote gerade auch in sozial benachteiligten Stadtteilen zu schaffen. Die vom Bund festgelegte Impfreihenfolge soll sicherstellen, dass Menschen gemäß ihrer Gesundheitsgefährdung Impfungen erhalten. Das ist der richtige Weg und besser, als nach Postleitzahl zu impfen. Jetzt kommt es darauf an, allen berechtigten Personen auch tatsächlich eine Impfung zu ermöglichen. Dafür ist die Stärkung der lokalen Impf-Infrastruktur durch die Einbindung von Krankenhäusern und Praxen entscheidend. Gerade in sozial benachteiligten Gebieten mit weniger Hausärzten müssen wir weiter aufklären, die bisherigen Impfangebote ergänzen und zusätzlichen Impfstoff bereitstellen. Ich bin froh, dass die Sozial- und Gesundheitsbehörde in dieser Sache Gespräche mit Krankenhäusern und Praxen im gesamten Stadtgebiet führt. So werden wir Wege verkürzen und den Zugang zur Impfung erleichtern. Die lokale Angebotserweiterung wird Hürden abbauen und Präventions- und Aufklärungsmaßnahmen vor Ort sinnvoll ergänzen. Heute gab es deutschlandweit erstmals eine Million Corona-Impfungen in 24 Stunden. Durch die Einbindung der Hamburger Krankenhäuser in das Impfsystem werden wir in Hamburg unseren Teil dazu beitragen können, dass diese Mut machende Zahl an Impfungen im Bund weiter steigt.“

Ansprechpartner

Felix Koopmann

Tel.: 040 42831-1386

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