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Flüchtlingsunterkunft in Volksdorf – Dressel: "Jeder sollte sich sachlich mit den gesamten Rahmenbedingungen auseinandersetzen"

Mittwoch, 26.04.2017

In der Debatte um die Flüchtlingsunterkunft an der Eulenkrugstraße in Volksdorf betont SPD-Fraktionschef Andreas Dressel: „Jeder sollte sich sachlich mit den gesamten Rahmenbedingungen auseinandersetzen und nicht anhand von selektiven Zerrbildern. Insofern hat die CDU mit dem Aktenvorlageersuchen die Chance, den ganzen Sachverhalt nachzuvollziehen, dies gilt insbesondere für die positive Wirtschaftlichkeitsberechnung von 'fördern und wohnen'. Klar ist: Stadtteilgerechtigkeit gerade in wohlhabenden Stadtteilen wie Volksdorf herzustellen, ist teuer und schwierig, aber gleichwohl notwendig. Wenn es vor Ort einen Konsens für eine Fläche und eine Unterkunft gibt, dann stand und steht die Politik im Wort, sich dafür einzusetzen, um den Kompromiss auch Wirklichkeit werden zu lassen. Genau dies war in Volksdorf der Fall: Der Standort entspricht im Hinblick auf Größe und Abstände exakt den Vorgaben der Verständigung mit der Volksinitiative. Der Standort steht langfristig für über 15 Jahre zur Verfügung, er liegt nach einer Wirtschaftlichkeitsberechnung von 'fördern und wohnen' im Mittelfeld vergleichbarer Standorte, er ist eingebunden in ein viele Stadtteil- und Naturbelange berücksichtigendes Bebauungsplanverfahren und er fußt auf einem breiten Konsens vor Ort, dem seinerzeit neben der Bürgerinitiative und dem BUND übrigens auch der örtliche CDU-Abgeordnete zugestimmt hat. Und der Standort ist ein Beitrag zu mehr Stadtteilgerechtigkeit, denn er hilft, das Unterbringungsdefizit des Bezirks Wandsbek, aber auch der Walddörfer im stadtweiten Vergleich auszugleichen.“

Dressel weiter: "Stadtteilgerechtigkeit hat ihren Preis, aber wir können nicht in Sonntagsreden das Ziel der Stadtteilgerechtigkeit beschwören, vor einseitigen Belastungen in bestimmten Bezirken und Stadtteilen warnen und werktags wieder Standortentscheidungen für weitere Unterkünfte nur wieder in Neugraben, Billstedt, Wilhelmsburg, Jenfeld oder Eidelstedt treffen. Deswegen haben wir uns – häufig genug gegen den Widerstand von CDU und FDP – eingesetzt für die Unterkünfte in Harvestehude, in der HafenCity, in Blankenese, Eppendorf, Klein Borstel, auf der Uhlenhorst, in Poppenbüttel, in Rissen – und eben auch in Volksdorf. Wir wollen Stadtteilgerechtigkeit und im Gegensatz zur CDU und FDP, die immer nur meckernd in der Ecke stehen, sind wir auch bereit, uns dafür einzusetzen."

Ansprechpartner

Claas Ricker

Tel.: 040 42831-1386

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