macgyverhh/Shotshop.com

Hamburgs Busflotte bald nur noch mit E-Antrieb – Bund muss auch Ladeinfrastruktur finanziell stärker fördern

Mittwoch, 10.05.2017

Hamburgs Busflotte soll in den kommenden Jahren komplett emissionsfrei fahren. Alle rund 1.500 Fahrzeuge werden dafür durch E-Busse ersetzt. Noch in diesem Jahr wird die HOCHBAHN gemeinsam mit den Verkehrsbetrieben Hamburg-Holstein (VHH) bereits Ausschreibungen für jeweils mindestens zehn neue E-Busse und die dazugehörige Ladeinfrastruktur starten. Die Beschaffung solcher Omnibusse wird auf Bundesebene durch Fördermittel unterstützt. Mit einer Initiative zur heutigen Bürgerschaftssitzung setzt sich Rot-Grün dafür ein, dass der Bund zusätzlich auch Gelder für die benötigte Ladeinfrastruktur und die Netzanschlüsse auf den Betriebshöfen bereitstellt.

Dazu Martina Koeppen, verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Bürgerschaftsfraktion: "Wir wollen, dass alle rund 1.500 Linienbusse in Hamburg so schnell wie möglich emissionsfreie Antriebe haben. Das ist ein wichtiger Beitrag zur Strategie der Stadt, Dieselemissionen zu vermeiden und die Luftqualität zu verbessern. Hamburg hat einen Zusammenschluss diverser Städte initiiert, durch den die technische Entwicklung vorangetrieben wird. Innerhalb weniger Jahre sollen E-Busse serienreif und die Auslieferung hoher Stückzahlen möglich werden. Hamburg und seine Hochbahn sind für den emissionsfreien Busverkehr ein echter Innovationsmotor. Wir setzen uns außerdem dafür ein, dass diese Leistung vom Bund mit einer Förderung der notwendigen Ladeinfrastruktur unterstützt wird."

Dazu Ulrike Sparr, umweltpolitische Sprecherin der Grünen Bürgerschaftsfraktion: "Kein Luftreinhalteplan ohne Verkehrswende. Auch deshalb kümmern wir uns um Elektromobilität, bauen den ÖPNV aus, fördern den Radverkehr und das zu Fuß gehen. Hamburg ist Vorreiter bei der Umstellung des ÖPNV auf emissionsfreie Antriebe. Ab 2020 werden Hochbahn und VHH ihre gesamte Flotte mit rund 1500 Fahrzeugen entsprechend umstellen. Hamburg bildet mit andren großen Städten eine Beschaffungsgemeinschaft. Damit zeigen wir den Herstellern deutlich, dass die Nachfrage da ist und die Produktion von E-Bussen Schwung aufnehmen soll. Für die erforderliche Ladeinfrastruktur auf den Betriebshöfen wäre wichtig, vom Bund entsprechende Fördermittel bewilligt zu bekommen. Mit der Batterietechnik für Busse entsteht auch ein Impuls für die Energiewende. Denn hier besteht die Möglichkeit, Windstrom einzusetzen, der in Erzeugungsspitzen abgeregelt werden müsste."

Ansprechpartner

Claas Ricker

Tel.: 040 42831-1386

Themen

© SPD-Bürgerschaftsfraktion 2016, Inc. Alle Rechte vorbehalten.