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Starke Zusammenarbeit: Gemeinsam für mehr Umweltschutz in den Häfen

Mittwoch, 11.09.2019

In der Bürgerschaft wird heute ein Antrag von SPD und Grünen zur Reduktion von Treibhausgasen und Luftschadstoffen im Hafen debattiert. Die Regierungsfraktionen haben ihn gemeinsam mit ihren Kollegen im Gemeinderat Rotterdam entwickelt. Damit werden zwei der größten Häfen der Nordrange in Sachen Umweltschutz an einem Strang ziehen.

Dazu Joachim Seeler, hafenpolitischer Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion: „Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher hat früh erklärt, dass der Klimaschutz für die Stadt Hamburg von besonderer Bedeutung ist. Das gilt auch für den Hamburger Hafen: Wenn der Hafen wirtschaftlich und nachhaltig arbeiten soll, müssen wir beim Umweltschutz die Kooperation in der Nordrange vorantreiben und vertiefen. Nur im Verbund können wir einen neuen Umwelt-Standard für Nordeuropa etablieren. Deshalb ist es genau richtig, dass Hamburg und Rotterdam sich nun gemeinsam auf den Weg machen, um CO2, Schwefel, NOX und Feinstaub zu reduzieren. Hamburg setzt sich dafür ein, dass Nachhaltigkeit zu einem zentralen Element der modernen Schifffahrt wird. Dabei wird innovativen und umweltfreundlichen Entwicklungen eine Schlüsselrolle zukommen. Hafen und Industrie sind wichtige Partner der Klimawende.“

Dazu Dominik Lorenzen, hafenpolitischer Sprecher der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Die parlamentarische Zusammenarbeit mit Rotterdam ist ein neuer Ansatz, um unsere Häfen grüner aufzustellen. Das ist ein wichtiger Schritt zur Einführung europaweit verbindlicher Maßnahmen zur Reduktion von Schiffsemissionen. Wir wollen endlich die Zeiten hinter uns lassen, in denen die Häfen aus geringen Emissionsauflagen einen Standortfaktor machen. Dabei ist längst klar: Landstromkosten oder Filteranlagen machen umgelegt auf die riesigen Warenmengen nur Centbeträge aus. Aber solange sich diese in zentralen nordeuropäischen Häfen einsparen lassen, tun viele Reedereien dies auch. Mit Hamburg und Rotterdam machen sich zwei der größten Häfen der Nordrange auf, ein ‚level playingfield` zu schaffen – gleiche und umweltfreundliche Wettbewerbsbedingungen. Dieser Beschluss ist ein wichtiger Baustein für weitere Maßnahmen. Wir arbeiten daran, zusammen mit Hafenbehörden, kommunalen Parlamenten und der EU fairen Wettbewerb zu ermöglichen, der die externen Kosten des Welthandels einschließt. Dabei wollen wir am Ende alle Häfen der Nordrange, der EU und Handelsschifffahrt ebenso wie die Kreuzfahrtindustrie einbeziehen.“

Ansprechpartner

Felix Koopmann

Tel.: 040 42831-1386

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