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Zwischenbericht zur Endlagersuche: Standortfrage auf wissenschaftliche Basis gestellt

Montag, 28.09.2020

Heute hat die Bundesgesellschaft für Endlagersuche ihren Zwischenbericht zur Endlagersuche für radioaktiven Abfall vorgestellt. Dieser umfasst geologisch geeignete Gebiete im gesamten Bundesgebiet. Der bisher favorisierte Standort Gorleben ist laut dem Zwischenbericht nicht für die Atommüllendlagerung geeignet. Neben möglichen Gebieten in Norddeutschland sind erstmals auch Standorte in Bayern in der Auswahl enthalten.

Dazu Dirk Kienscherf, Vorsitzender der SPD-Bürgerschaftsfraktion: „Es ist gut, dass die Standortsuche jetzt auf wissenschaftlichen Fakten und nicht auf der politischen Gemengelage beruht. Es zeigt sich, dass eine Vorfestlegung auf den Standort Gorleben, wie sie insbesondere durch die Unionsgeführten Bundes- und Landesregierungen vorgenommen wurden, ein gefährlicher Fehlgriff war. Dieser wurde durch die Bundesgesellschaft für Endlagersuche jetzt zum Glück korrigiert. Neben der geologischen Eignung der jetzt vorgestellten Gebiete müssen nun auch andere Faktoren wie etwa die Siedlungsdichte in die Suchkriterien einfließen. Dass die CSU-geführte bayrische Landesregierung schon jetzt die Grundlage des Suchprozesses anzweifelt, um mögliche Standorte in Bayern zu verhindern, wird der Verantwortung der Union in dieser Sache nicht gerecht.“

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