Digitale Verwaltung: Rot-Grün für Einsatz digitaler Zwillinge in den Bezirken
Donnerstag, 10.09.2026
Mithilfe digitaler urbaner Zwillinge lassen sich komplexe Stadtentwicklungsprojekte simulieren, planen und steuern. Hamburg hat mit dem Projekt Connected Urban Twins in den letzten Jahren wichtige Grundlagen für die digitale Stadtentwicklung geschaffen. In einem gemeinsamen Antrag setzen sich die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen nun dafür ein, digitale urbane Zwillinge und das Beteiligungssystem DIPAS dauerhaft in der Verwaltung zu verankern und in den Bezirken stärker zu nutzen. Dafür sollen die digitalen Werkzeuge in allen Hamburger Bezirksämtern vorgestellt und konkrete Einsatzmöglichkeiten aufgezeigt werden. Über den rot-grünen Antrag entscheidet die Hamburgische Bürgerschaft in ihrer Sitzung am 16. September.
Dazu Anja Quast, bezirkspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Hamburg: „Digitale Zwillinge können komplexe Planungen verständlicher machen und politische Entscheidungen auf eine bessere Datengrundlage stellen. Entscheidend ist jetzt, dass diese Instrumente nicht nur zentral entwickelt, sondern auch in den Bezirken praktisch nutzbar werden. Gerade dort werden viele Entscheidungen getroffen, die den Alltag der Menschen unmittelbar betreffen. Deshalb wollen wir die bestehenden Werkzeuge in allen Bezirksversammlungen vorstellen, konkrete Einsatzmöglichkeiten aufzeigen und klären, welche Schulungen und Voraussetzungen für eine dauerhafte Nutzung notwendig sind. So stärken wir eine moderne Verwaltung, transparente Entscheidungen und eine zeitgemäße Beteiligung vor Ort.“
Dazu Lisa Kern, bezirkspolitische Sprecherin der Grünen Fraktion Hamburg: „Ob neue Spielplätze, sichere Radwege oder die Pflege von Grünflächen – die meisten Entscheidungen, die den Alltag der Menschen unmittelbar betreffen, werden in den Bezirken getroffen. Digitale Urbane Zwillinge bieten vielfältige Möglichkeiten, um die Arbeit in den Bezirksämtern zu unterstützen. Sie zeigen beispielsweise unterschiedliche Planungsvarianten auf und ermöglichen eine frühzeitige Analyse möglicher Auswirkungen. Instrumente wie DIPAS erleichtern zudem die Beteiligung von Bürger*innen an der Planung von Stadtentwicklungsprojekten. Mit unserem Antrag stellen wir sicher, dass den Bezirksämtern diese hilfreichen digitalen Werkzeuge vorgestellt werden, damit sie in die bestehenden Arbeitsabläufe integriert werden können. Auch notwendige Schulungen der Mitarbeiter*innen können so frühzeitig eingeplant werden. Durch den Einsatz von digitalen Zwillingen in den Bezirken unterstützen wir die Verwaltung und erleichtern es Bürger*innen, Entscheidungen zu verstehen und bei Planungen im eigenen Stadtteil mitzuwirken."
- Digitalisierung und Datenschutz