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Energiewende für alle: Zur Miete wohnen und von günstigem Solarstrom profitieren

Mittwoch, 19.11.2025

Auch wer in einer Mietwohnung lebt, kann günstigen, erneuerbaren Strom beziehen. Sogenannte Mieterstrommodelle ermöglichen es, unkompliziert Solaranlagen zu installieren, sind aber noch vielen Menschen unbekannt. Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen wollen deshalb Vermieter*innen, Wohnungsbaugenossenschaften und Wohnungseigentümer-Gemeinschaften stärker über die Vorteile von Mieterstrommodellen informieren (siehe Anlage). Zudem soll der Abbau unnötiger Bürokratie bei neu errichteten Solaranlagen in Kombination mit Batteriespeichern geprüft werden. Über das rot-grüne Vorhaben entscheidet die Hamburgische Bürgerschaft in ihrer Sitzung am 26. November.

Dazu Alexander Mohrenberg, klima- und energiepolitischer Sprecher der SPD-Fraktion Hamburg: „Hamburg macht beim Solarausbau große Schritte – die Energiewende muss allerdings auch sozial funktionieren. Gerade für die vielen Mieter:innen in unserer Stadt ist günstiger, lokal erzeugter Strom ein wichtiger Beitrag zu bezahlbarem Wohnen. Modelle wie Mieterstrom und gemeinschaftliche Gebäudeversorgung ermöglichen genau das und sorgen dafür, dass nicht nur Eigentümer:innen von der Energiewende profitieren. Damit künftig mehr Vermieter:innen diesen Weg gehen, brauchen wir bessere Informationen für Vermieter:innen und weniger Hürden bei der Umsetzung. Dazu gehört auch, technisch überholte Vorgaben wie die starre 20-kWh-Grenze bei Batteriespeichern zu überprüfen. Sicherheit bleibt zentral – aber wir dürfen den Ausbau erneuerbarer Energien nicht durch unnötige Bürokratie ausbremsen. So schaffen wir eine Energiewende, die praktisch funktioniert und allen Hamburger:innen zugutekommt.“

Dazu Rosa Domm, klimapolitische Sprecherin der Grünen Fraktion Hamburg: „Etwa achtzig Prozent der Menschen in Hamburg wohnen zur Miete. Wir wollen, dass alle von günstigem Strom aus erneuerbaren Quellen profitieren und sich für kleines Geld mit Solarstrom vom eigenen Dach versorgen können. Dafür gibt es Mieterstrommodelle, die sich richtig lohnen, etwa die gemeinschaftliche Gebäudeversorgung oder das Modell der 'solidarischen Dachsolaranlage'. Leider wissen noch zu wenige Menschen von solchen Möglichkeiten, die gerade in Kombination mit Batteriespeichern, Wärmepumpen oder Wallboxen für das E-Auto ein großes Potenzial haben. Aus diesem Grund bringen wir eine gezielte Informationskampagne auf den Weg, die sich an Vermieter*innen, Wohnungsbaugenossenschaften und Wohnungseigentümer-Gemeinschaften richtet. Unser Ziel ist es, dass auch die vielen Mieter*innen in unserer Stadt durch günstigen, erneuerbaren Strom Geld sparen. So helfen sie, das Klima zu schützen – und machen Hamburg zur Hauptstadt der Energiewende.“