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Geplante Kürzungen beim Reeperbahn Festival: Kulturstaatsminister Weimer schadet der deutschen Musikwirtschaft

Donnerstag, 16.07.2026

Nachdem der Bund seine Förderung für das Reeperbahn Festival bereits in den vergangenen beiden Jahren schrittweise reduziert hat, sieht der Haushaltsentwurf des Bundes für 2027 nun eine weitere drastische Kürzung vor. Währenddessen will Kulturstaatsminister Wolfram Weimer die Bundeszuschüsse für die Bayreuther Festspiele erhöhen. Die SPD-Fraktion Hamburg kritisiert diese einseitige Schwerpunktsetzung scharf. Weimer schadet damit nicht nur dem Reeperbahn Festival, sondern der deutschen Musikwirtschaft insgesamt.

Dazu Hansjörg Schmidt, Sprecher für Kreativwirtschaft der SPD-Fraktion Hamburg: „Wer das Reeperbahn Festival schwächt, schwächt den Musikstandort Deutschland. Während die Zuschüsse für die Bayreuther Festspiele offenbar steigen sollen, will Kulturstaatsminister Wolfram Weimer die Förderung für eines der bedeutendsten Festivals für Clubkultur und Musikwirtschaft in Europa nahezu halbieren. Diese einseitige Schwerpunktsetzung ist eines Kulturstaatsministers nicht würdig. Das Reeperbahn Festival ist kein Hamburger Nischenprojekt, sondern die wichtigste Plattform der deutschen Musik- und Kreativwirtschaft. Die bisherigen Kürzungen hat Hamburg mit erheblichen zusätzlichen Landesmitteln abgefedert. Doch die Förderung der gesamten deutschen Musikbranche kann und darf nicht allein Aufgabe Hamburgs sein. Hier treffen Künstler:innen, Labels, Verlage, Veranstalter:innen und Musikunternehmen aus dem gesamten Bundesgebiet auf internationale Partner. Die Kulturpolitik von Wolfram Weimer hat deutliche Schlagseite. Seine jüngsten Entscheidungen bestätigen diesen Eindruck einmal mehr. Statt die kulturelle Vielfalt unseres Landes zu stärken, setzt er die falschen Prioritäten und schwächt mit dem Reeperbahn Festival ausgerechnet einen internationalen Leuchtturm der deutschen Musik- und Kreativwirtschaft.“

Hintergrund

Das Reeperbahn Festival ist Deutschlands wichtigstes Festival für Clubkultur und Popmusik sowie einer der bedeutendsten internationalen Branchentreffpunkte der Musikwirtschaft. Mit seinem einzigartigen Zusammenspiel aus Konzerten, Nachwuchsförderung und internationalem Fachaustausch trägt es seit Jahren maßgeblich zur kulturellen Vielfalt und zur internationalen Strahlkraft Hamburgs und des Musikstandorts Deutschland bei.