Hohe Investitionen in Hamburgs Sportinfrastruktur: Rund 900 Millionen Euro für laufende und geplante Projekte
Donnerstag, 03.09.2026
In Hamburg fließen auch in den kommenden Jahren hohe Investitionen in die Sportinfrastruktur. Rund 900 Millionen Euro entfallen auf Maßnahmen, die seit 2025 umgesetzt werden oder sich derzeit in Bau und Planung befinden. Das zeigt die Antwort des Senats auf eine Schriftliche Kleine Anfrage der sportpolitischen Sprecherin der SPD-Fraktion Hamburg, Juliane Timmermann. Insgesamt summiert sich das Investitionsvolumen für die Hamburger Sportinfrastruktur von 2020 bis 2030 auf rund 1,42 Milliarden Euro, seit 2011 auf mehr als zwei Milliarden Euro. Je nach Projekt fließen dabei städtische Mittel, Bundesmittel, Eigenmittel und weitere Drittmittel zusammen.
Dazu Juliane Timmermann, sportpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Hamburg: „Rund 900 Millionen Euro Investitionsvolumen für laufende und geplante Projekte sind ein starkes Signal für den Sport in unserer Stadt. Wir modernisieren Sporthallen und Sportplätze, entwickeln unsere Schwimmbäder weiter und unterstützen die Vereine bei Investitionen in ihre eigenen Anlagen. Entscheidend ist dabei nicht allein, wie viel Geld in die Sportinfrastruktur fließt. Es geht darum, ganz konkret mehr und bessere Möglichkeiten zu schaffen, Sport zu treiben. Davon profitieren Kinder und Jugendliche im Schul- und Vereinssport genauso wie Breiten-, Leistungs- und Freizeitsportler:innen. Wie viel diese Investitionen bewirken, zeigt sich sehr konkret an den zusätzlichen Nutzungsmöglichkeiten. Neue Hallenfelder schaffen mehr Zeiten für Schul- und Vereinssport, moderne Kunstrasenplätze können intensiver und nahezu ganzjährig genutzt werden. So werden jedes Jahr zehntausende zusätzliche Stunden möglich, in denen Hamburger Sport treiben können. Genau darauf kommt es an: Gute Sportinfrastruktur muss am Ende bei den Menschen ankommen. Die Zahlen zeigen zugleich, dass die Active City kein abstraktes Leitbild ist, sondern in den Quartieren der ganzen Stadt sichtbar wird. Investitionen in Sport sind Investitionen in Gesundheit, Teilhabe, Ehrenamt und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Hamburg verfügt heute über eine starke Grundlage und entwickelt seine Sportinfrastruktur langfristig weiter. Damit schaffen wir gute Bedingungen für den Breitensport ebenso wie für den Nachwuchs- und Leistungssport und sorgen dafür, dass Hamburg auch als wachsende Stadt eine Sportstadt für alle bleibt.“
Hintergrund
Von 2020 bis 2030 sind in der Auswertung rund 1.400 einzelne Maßnahmen erfasst, rund 540 davon befinden sich seit 2025 in Umsetzung, Bau oder Planung. Allein über Schulbau Hamburg umfasst das Investitionsvolumen in diesem Zeitraum rund 600 Millionen Euro, über das Gebäudemanagement Hamburg rund 225 Millionen Euro, bei Bäderland ebenfalls rund 225 Millionen Euro und über das bezirkliche Sportstättenmanagement rund 200 Millionen Euro. Hinzu kommt die Förderung vereinseigener Anlagen über den Hamburger Sportbund und den Hamburger Fußball-Verband. Die Zahl der Hallenfelder stieg von 753 im Jahr 2020 auf 797 im Jahr 2024 und 2025 um weitere 13 Felder. Die Zahl der bezirklichen Kunststoffrasen-Großspielfelder wuchs zwischen 2020 und 2024 von 98 auf 118. Dadurch erhöhte sich die rechnerische jährliche Nutzungskapazität der Kunstrasenplätze um rund 40.000 Stunden. Die Investitionen verteilen sich auf alle Bezirke: Für den Zeitraum 2020 bis 2030 entfallen nach der Auswertung rund 360 Millionen Euro auf Hamburg-Nord, rund 320 Millionen Euro auf Hamburg-Mitte, rund 195 Millionen Euro auf Wandsbek, rund 165 Millionen Euro auf Altona, rund 155 Millionen Euro auf Harburg, rund 140 Millionen Euro auf Eimsbüttel und rund 90 Millionen Euro auf Bergedorf. Weitere Informationen zur Entwicklung der Hamburger Sportinfrastruktur und der Nutzungskapazitäten enthält der Hamburger Sportbericht 2025.