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Hundesteuerbefreiung bei Tierheim-Adoptionen: „Genau der richtige Schritt“

Freitag, 02.01.2026

Mit der Überprüfung der Hamburger Kommunalabgaben hat der Hamburger Senat eine dreijährige Steuerbefreiung für die Aufnahme ungefährlicher Hunde aus dem Tierheim ab 2027 beschlossen. Damit setzt der Senat ein Ersuchen der rot-grünen Regierungsfraktionen aus dem Juli 2025 um. Die SPD-Fraktion Hamburg begrüßt diesen Schritt ausdrücklich. Angesichts dynamischer Kostenentwicklungen und wachsender Anforderungen wird zudem die Hundesteuer in der Freien und Hansestadt Hamburg erstmals seit dem 1. Januar 1995 von bislang 90 auf 120 Euro pro Jahr erhöht. Für sogenannte Listenhunde gilt ein angepasster Steuersatz. Damit liegt Hamburg auf dem Niveau von Berlin und ist im Vergleich zu anderen Städten in Deutschland teilweise weiterhin deutlich günstiger.

Dazu Anja Quast, tierschutzpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Hamburg: „Jedes Jahr werden vom Hamburger Tierschutzverein von 1841 e. V. rund 700 bis 900 Hunde im Tierheim aufgenommen. Ein erheblicher Teil dieser Tiere stammt aus Haltungsaufgaben, Überforderungen der Halter:innen oder aus Beschlagnahmungen. Viele Hunde bleiben über Monate, teilweise sogar über Jahre, im Tierheim – insbesondere dann, wenn sie älter, krank oder besonders pflegeintensiv sind. Viele Interessierte scheuen vor einer Adoption zurück. Dabei spielen auch finanzielle Sorgen eine Rolle, etwa durch höhere Tierarztkosten, Spezialfutter oder einen erhöhten Pflegebedarf. Die dreijährige Steuerbefreiung bei der Aufnahme eines ungefährlichen Hundes aus dem Tierheim ist daher genau der richtige Schritt, um die Übernahme dieser Tiere spürbar zu erleichtern und zugleich die Tierheime zu entlasten. Damit schaffen wir konkrete Anreize, dass sich künftig noch mehr Hamburger:innen bewusst für einen Hund aus dem Tierschutz entscheiden. Dass die Hundesteuer erstmals seit 30 Jahren angehoben wird, ist angesichts gestiegener Anforderungen und Kosten sachgerecht. Mit 120 Euro pro Jahr für einen normalen Hund liegt Hamburg im Metropolen- und Umlandvergleich weiterhin auf einem moderaten Niveau.“