Mietenspiegel 2025: Gutes Signal für Hamburg
Dienstag, 09.12.2025
In der heutigen Landespressekonferenz hat der Senat den Hamburger Mietenspiegel 2025 vorgestellt. Er weist seit 2023 einen durchschnittlichen Anstieg der Mieten um 1,1 Prozent aus. Damit liegt die Mietentwicklung sowohl unter der allgemeinen Preissteigerung als auch deutlich unter dem vorherigen Mietenspiegel, der für 2021 bis 2023 noch eine Steigerung von 5,8 Prozent verzeichnete.
Dazu Martina Koeppen, stadtentwicklungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Hamburg: „Wohnen muss in Hamburg weiterhin bezahlbar bleiben – dafür setzen wir uns als SPD mit aller Kraft ein. Umso erfreulicher ist, dass die ortsüblichen Vergleichsmieten im Durchschnitt in Hamburg nahezu stabil bleiben und wir im Vergleich zu anderen großen deutschen Städten weiterhin im unteren Bereich liegen. Durch den einmaligen Effekt des Methodenwechsels beim Mietenspiegel geben wir den Hamburger Mieter:innen für die kommenden zwei Jahre die Verlässlichkeit, die sie brauchen. Ich danke den Partner:innen im Bündnis für das Wohnen ausdrücklich – seit über zwölf Jahren wir die Zusammenarbeit von Vertrauen und Kooperation getragen. Klar ist aber auch: Nur mit dem Bau bezahlbarer Wohnungen können wir den angespannten Wohnungsmarkt nachhaltig entlasten. Mit dem Hamburg-Standard, einer zukunftsorientierten Bodenpolitik, einem attraktiven Erbbauzins von 1,3 Prozent und Rekordinvestitionen in den sozialen Wohnungsbau setzen wir bundesweit Maßstäbe. Jetzt braucht es zudem den Bund: Das Mietrecht muss zeitnah weiterentwickelt werden – insbesondere bei Indexmieten, Kurzzeitvermietungen und möbliertem Wohnen. Gleichzeitig müssen die Rahmenbedingungen für die private Wohnungsbauwirtschaft wieder attraktiver werden.“
Hintergrund
Der neue Mietenspiegel (2023–2025) weist eine statistische Durchschnittsmiete von 9,94 Euro pro Quadratmeter für Neuvermietungen aus – bei einem Mietanstieg von 1,1 Prozent. Zum Vergleich: München liegt bei 15,38 Euro pro Quadratmeter (+ 5,4 Prozent), Stuttgart bei 11,15 Euro (+ 1 Prozent) und Frankfurt am Main ebenfalls bei 11,15 Euro (+ 8,3 Prozent). Hamburg bleibt damit deutlich unter der Preissteigerung des Verbraucherpreisindex und zeigt eine im Metropolenvergleich moderate Entwicklung.