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Neujahrsempfang der SPD-Fraktion Hamburg: „Das Feuer für Olympische und Paralympische Spiele in Hamburg entfachen“

Sonntag, 11.01.2026

Die 45 Abgeordneten der SPD-Fraktion Hamburg haben heute im Festsaal des Hamburger Rathauses rund 900 Gäste aus allen Bereichen der Stadtgesellschaft zu ihrem traditionellen Neujahrsempfang unter dem Motto „Hamburg sind wir alle“ begrüßt. Neben dem Fraktionsvorsitzenden Dirk Kienscherf stimmte auch Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher auf das neue Jahr ein. Die zweifache Goldmedaillengewinnerin bei Paralympischen Spielen, Edina Müller, sowie der ehemalige HSV-Profi und Nationaltrainer der deutschen Olympiamannschaft in Paris, Horst Hrubesch, teilten ihre Begeisterung für eine mögliche Hamburger Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele.

Dazu Dirk Kienscherf, Vorsitzender der SPD-Fraktion Hamburg: „Gerade in politisch und gesellschaftlich herausfordernden Zeiten braucht es Projekte, die Menschen verbinden und Zuversicht geben. Der Sport steht wie kaum etwas anderes für Weltoffenheit und Zusammenhalt – Werte, die Hamburg ausmachen und die wir in den vergangenen Jahren gezielt gestärkt haben. Unsere Stadt hat bewiesen, dass sie große Sportereignisse erfolgreich, inklusiv und verantwortungsvoll ausrichten kann. Olympische und Paralympische Spiele in Hamburg wären ein starkes Signal für nachhaltige und barrierefreie Spiele in einer offenen Metropole. Wir wollen Spiele, die auf bestehenden Sportstätten aufbauen und Begegnungen ohne Barrieren mitten in der Stadt ermöglichen. Wir sind überzeugt: Hamburg kann und sollte sich Olympische und Paralympische Spiele zutrauen. Als eine der weltoffensten Städte Europas sollte Hamburg nicht am Spielfeldrand stehen, wenn es darum geht, das Potenzial unseres Landes international sichtbar zu machen. Olympia und Deutschland sind mehr als Lederhosen und Oktoberfest – Hamburg könnte dies der Welt zeigen. Dabei geht es um mehr als ein sportliches Großereignis. Es geht um langfristige Entwicklungschancen für unsere Stadt und um eine neue olympische Generation: Hamburger:innen, die Sport als selbstverständlichen Teil ihres Lebens begreifen und für Fairness, Vielfalt und Leistungsbereitschaft stehen. Investitionen in Sport, Inklusion und Mobilität kommen dabei der gesamten Stadtgesellschaft zugute. Eine solche Entscheidung verlangt Verantwortung, Augenmaß und einen breiten gesellschaftlichen Rückhalt. Ziel sind Olympische und Paralympische Spiele, die verantwortungsvoll, inklusiv und zukunftsgerichtet geplant und umgesetzt werden. Mit tragfähigem Konzept und breiter Unterstützung kann Hamburg das Feuer für Olympische und Paralympische Spiele entfachen.“

Dazu Peter Tschentscher, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg: „Olympische und paralympische Spiele begeistern die Menschen weltweit. Das gilt besonders für die aktiven Sportlerinnen und Sportler und alle, die das Ereignis als Gäste oder Bürgerin und Bürger vor Ort miterleben. Die Spiele in Paris haben das Interesse für Olympia noch einmal verstärkt. Die Wettkämpfe waren bestens in die Stadt integriert, wie es das neue IOC-Konzept vorsieht, das auf Nachhaltigkeit und Inklusion setzt. Hamburg hat ebenfalls ein überzeugendes Konzept aufgestellt, das an die Erfahrungen von Paris anknüpft und die neuen IOC-Kriterien bestens erfüllt: Kurze Wege, gute Integration in den Stadtraum, keine Neubauten, die nicht ohnehin geplant sind. Die Durchführungskosten können so vollständig durch den Verkauf von Tickets, Lizenzen und weiteren Einnahmen finanziert werden. Bei der Entscheidung über Olympia in Deutschland geht es auch um einen Wettbewerb der Regionen. Denn Olympische Spiele geben der Entwicklung des gastgebenden Landes und der Ausrichterstadt enorme Schubkraft: Für gesellschaftlichen Zusammenhalt und Inklusion, für neue Ideen und Investitionen und die damit verbundenen Impulse für Stadtentwicklung, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur. Olympia kann zu einem Aufbruch und einem großartigen neuen Kapitel unserer Stadtgeschichte werden. Die Bürgerinnen und Bürger von München haben sich bereits entschieden. Am 31. Mai 2026 geht es beim Referendum um das Votum im Norden und ein klares ‚Ja‘ zu Olympischen und Paralympischen Spielen in Hamburg!“

Dazu Edina Müller, Rollstuhlbasketballerin und Parakanutin, zweifache Paralympics-Siegerin und Fahnenträgerin bei den Paralympischen Spielen: „Olympische und Paralympische Spiele sind eine außergewöhnliche Erfahrung, für die Teilnehmenden ebenso wie für die Zuschauenden. Gerade die Paralympischen Spiele haben eine enorme Bedeutung. Sie machen einem breiten Publikum sichtbar, dass Menschen mit Behinderung leistungsfähig sind und zu den Besten der Welt gehören können. Menschen entwickeln ein anderes Verständnis für Dinge, die sie selbst sehen und erleben. Die Spiele können einen wichtigen Impuls geben, Hamburg zur inklusivsten Stadt Deutschlands zu machen – im Stadtbild ebenso wie in den Köpfen.“

Dazu Horst Hrubesch, ehemaliger Fußballprofi sowie Bundes- und Nationaltrainer der deutschen Olympiamannschaft: „Die Stimmung bei Olympischen und Paralympischen Spielen ist unvergleichlich, Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich dies zweimal selbst erleben durfte. Das sollte sich Hamburg nicht entgehen lassen. Wer bei Olympischen Spielen erfolgreich sein will, braucht Begeisterung für den Sport und echten Teamgeist. Olympia in Hamburg ist die Chance für eine ganze Generation von Kindern und Jugendlichen, diese Werte von klein auf in Schulen und auf Sportplätzen zu erleben und weiterzutragen. Diese Erfahrung sollten wir der jungen Generation unbedingt ermöglichen.“