Übergangsplätze im Münzviertel: „Hamburg setzt bundesweit Maßstäbe“
Mittwoch, 03.09.2025
Ab dem 15. September stehen im Hamburger Münzviertel 30 betreute Übergangsplätze für suchtkranke und obdachlose Menschen zur Verfügung. Ziel der temporären Aufnahme ist es, die Betroffenen sozial, körperlich und psychisch für weitere Hilfsangebote zu stabilisieren. Die Maßnahme ist auch Teil eines Planes zur Entlastung der Stadtteile St. Georg und Münzviertel. Die Immobilie in der Repsoldstraße 27 wurde im Auftrag der Sozialbehörde vom städtischen Sozialunternehmen Fördern & Wohnen erworben und wird von Jugendhilfe e. V. betrieben. Die SPD-Fraktion Hamburg begrüßt dieses Modellprojekt.
Dazu Claudia Loss, gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Hamburg: „Mit der Übergangsunterbringung in der Repsoldstraße setzt Hamburg bundesweit Maßstäbe bei der medizinischen und psychiatrischen Erstversorgung von Suchtkranken. Es ist wichtig, dass suchtkranke und obdachlose Menschen möglichst niedrigschwellig und unbürokratisch Zugang zu Hilfeleistungen erhalten – dazu zählt auch ein sicherer Ort für Rückzug und Stabilisierung. Für viele Betroffene wird erst dann der Weg frei, weitere Hilfsangebote der Stadt anzunehmen. Die Unterkunft ist eine Soforthilfemaßnahme, mit der wir Betroffenen helfen und zugleich das Umfeld rund um den Hauptbahnhof entlasten. In Verbindung mit den Sozialraumläufer:innen, der neu aufgestellten Straßensozialarbeit und den Angeboten des Landespsychiatrieplans werden wir die Lage vor Ort gemeinsam mit dem Senat auch in Zukunft eng begleiten. Für uns bleibt aber auch klar: Die Anwohner:innen und Gewerbetreibenden müssen weiterhin eng eingebunden werden. Die Fortsetzung des laufenden Dialogverfahrens ist daher der richtige Schritt.“