Über zehn Jahre bemühten sich BewohnerInnen, NutzerInnen und lokale PolitikerInnen um die Sanierung des maroden Barmbeker Bahnhofs. Mit rund 60.000 UmsteigerInnen täglich ist der Bahnhof ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Seit Mitte 2009 haben die Umbauarbeiten begonnen.
Viel ist bewegt worden seit Beginn der Bauarbeiten, es gibt jedoch noch immer Verzögerungen einzelner Maßnahmen, die das Fertigstellungsdatum nach hinten schieben. So ist zum Beispiel der Durchbruch in der Schalterhalle A, der zum nördlichen Abfahrbereich führen soll, noch nicht vollzogen worden. Ein großes Ärgernis für die Anwohnerinnen und Anwohner ist das Fehlen von Teilen der Schallschutzwände entlang der Bahntrasse parallel zur Pestalozzistraße.
Überblick:
Aktuell haben die Baumaßnahmen dazu geführt, dass der gesamte Busverkehr, der den Verkehrsknotenpunkt Barmbek ansteuert, im Wiesendamm abgewickelt werden muss. In der Pestalozzistraße werden die Abfahrbereiche für die nach Norden verlaufenden Buslinien fertig gestellt. Teile des alten Busbahnhofs sind mittlerweile schon dem Abbruchbagger anheimgefallen.
Da sich der Busverkehr nun im Wiesendamm konzentriert, verzögern sich leider die Abfertigungszeiten. Dieser Zustand wird mit Fertigstellung des Abfahrbereichs in der Pestalozzistraße beendet werden. Den Beschwerden der Bürgerinnen und Bürger über die konfuse Situation zu Beginn der Interimslösung des Abfahrbereichs im Wiesendamm, hatte sich die SPD-Bezirksfraktion angenommen und trotz des Widerstands der zuständigen Behörde die Einrichtung von Zebrastreifen für klare Verhältnisse und sichere Querungsmöglichkeiten erreicht.
Aussicht:
Schalterhalle A
Der Durchbruch in der Schalterhalle A soll den zügigen Anschluss an die in der Pestalozzistraße abfahrenden Busse gewährleisten. Durch statische Schwierigkeiten und Probleme in der Abstimmung der beiden Bauträger, dem HVV und der DB, ist es hier zu Verzögerungen gekommen. Der Durchbruch soll nach neuen Angaben nun Mitte 2012 abgeschlossen werden.
Schallschutz
Zunächst ist eines nicht verrückbar: die Lärmschutzwände werden kommen. Der Grund für die Lücke der Schutzmaßnahmen ist die Erneuerung der Bahnbrücke über die Fuhlsbüttler Straße. Nach Angaben der DB würde ein Bau der Immissionsschutzwände zum jetzigen Zeitpunkt zur unverhältnismäßigen Verteuerung durch doppelte Baumaßnahmen führen. Die Fertigstellung der Maßnahmen inklusive der Erneuerung der Brücke ist aber für 2014 veranschlagt.
Busverkehr
Die Verkehrsführung der Busse ist eine baulich bedingt Interimslösung. Sobald der Abfahrbereich in der Pestalozzistraße fertig gestellt wurde, werden die nach Norden fahrenden Busse aus der Pestalozzistraße abfahren. Dies wird zu einer deutlichen Entlastung des Wiesendamms führen. Die Wartezeiten der Autofahrerinnen und Autofahrer wird sich durch die reduzierte Querung der Fahrgäste verringern.
Stand: April 2012
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