Rechenschaftsbericht November 2023 - September 2025 Zum Inhaltsverzeichnis 12 einer nicht deutschen Familiensprache oder von Kindern mit einem dringlichen Förderbedarf betreuen, erhalten hier zusätzliche finanzielle Mittel für eine bessere Personalausstattung. Dies ermöglicht den teilnehmenden Kitas die individuelle Begleitung der Kinder im pädagogischen Alltag und mehr Zeit für die sprachliche Bildung. Nachdem der Bund das Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ beendet hat, stellte Hamburg das Kita-Plus-Programm neu auf und stockte die Finanzierung aus Landesmitteln auf. Die wegfallenden Bundesmittel in Höhe von 9 Millionen Euro finanziert Hamburg dauerhaft aus Landesmitteln weiter, sodass für das Programm seit 2024 jährlich insgesamt 30 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Inklusion Mit dem Kinder- und Jugendstärkungsgesetz wurde das Ziel formuliert, alle Leistungen für Kinder und Jugendliche ob mit oder ohne Behinderungen unter dem Dach der Kinder- und Jugendhilfe zusammenzuführen. Eine inklusive Jugendhilfe soll Zuständigkeitskonflikte überwinden und die Kinder und Jugendlichen in den Mittelpunkt stellen. Um diesen Prozess zu unterstützen und Familien bestmöglich zu beraten und zu begleiten, gibt es in Hamburg seit 2024 die Verfahrenslotsen. In den kommenden Jahren sollen die Verfahrenslotsen nicht nur als direkte Ansprechpartner:innen für Familien dienen, sondern ihre wertvollen Erfahrungen an der Schnittstelle der Jugend- und Eingliederungshilfe zudem in die Entwicklung der inklusiven Jugendhilfe einbringen. Beteiligung Die Mitbestimmung von Kindern und Jugendlichen ist ein wichtiges Prinzip, das weiter ausgebaut werden soll. Darum haben wir die Prüfung eines Jugendmitwirkungsgesetzes angestoßen (Drs. 22/13933) und werden dieses Ziel auch in der 23. Legislatur weiter verfolgen. Jugendverbände sind traditionell das wichtigste Sprachrohr von Kindern und Jugendlichen. Wir fördern die Arbeit der Jugendverbände und haben mit einem Antrag zum Haushalt die Jugendreisen finanziell gestärkt (Drs. 22/17220). Durch das Reisen ohne Eltern lernen junge Menschen, Verantwortung zu übernehmen, selbstständig Entscheidungen zu treffen und sich in neuen Situationen zurechtzufinden. Dabei werden Toleranz, Empathie und Selbstwirksamkeit erfahren. Care leaver Der Übergang in ein selbständiges Leben in eigenem Wohnraum ist für alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine besondere Lebensphase. Dies gilt umso mehr für Care leaver, die einen Teil ihres Lebens in öffentlicher, stationärer Erziehungshilfe verbracht haben. Um die Situation zu verbessern haben wir die Sozialbehörde beauftragt das Thema gemeinsam mit den Stakeholdern der freien Träger der Jugendhilfe zu beraten. (Drs. 22/16175). Im Rahmen der Haushaltsberatungen konnten wird dann die Einführung eines neuen Gutscheinmodells beschließen, dass Care Leaver in Hamburg zukünftig im Sinne des § 41a SGB VIII, der mit dem Kinder- und Jugendstärkungsgesetz beschlossen wurde, mit einem niedrigschwelligen Angebot zur individuellen Nachbetreuung unterstützen soll (Drs. 22/17220). Kinderschutz und Frühe Hilfen Anfang 2025 haben wir den Abschlussbericht des Senats zur Umsetzung der Empfehlungen der Enquete-Kommission „Kinderschutz und
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