Rechenschaftsbericht November 2023 - September 2025 Zum Inhaltsverzeichnis 28 in einer vielfältigen Demokratie. Die Fortschreibung des Gedenkstättenkonzepts zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen (Drs. 22/13023) wurde in enger Abstimmung mit Trägern und Initiativen erarbeitet. Es dokumentiert bestehende Erinnerungsorte, beschreibt Entwicklungspotenziale und formuliert Empfehlungen für die kommenden zehn Jahre. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Aufarbeitung des Kolonialismus. Das stadtweite Erinnerungskonzept wurde 2024 verabschiedet und entstand in Kooperation mit zivilgesellschaftlichen Gruppen, dem Runden Tisch „Koloniales Erbe“ und dem Beirat zur Dekolonisierung Hamburgs (Drs. 22/15301). Um das Gedenken an Menschen sichtbar zu machen, die wegen ihrer sexuellen oder geschlechtlichen Identität verfolgt wurden, setzen wir ein Denkmal am Neuen Jungfernstieg/Lombardsbrücke um. Es wird durch einen Erinnerungsort ergänzt, der das frühere Tanzverbot für schwule Männer thematisiert (Drs. 22/12602, 22/16660). Musikstadt Hamburg Hamburg verfügt über ein herausragendes musikalisches Angebot – von der Elbphilharmonie über internationale Festivals bis hin zur Clubszene. Wir setzen uns dafür ein, das gesamte Spektrum von professioneller Musik bis zum Nachwuchs zu fördern. Die Elbphilharmonie bleibt dabei weiterhin ein „Haus für alle“. Ihr laufender Betrieb soll dauerhaft nicht zulasten des übrigen Kulturetats gehen (Drs. 22/17754). Hamburgs Ruf als Clubhauptstadt wird durch das Reeperbahn Festival jährlich neu untermauert. Darüber hinaus haben wir vielfältige Förderinitiativen für Livemusik und Clubkultur gestartet. Zur Stärkung der Jazzszene haben wir mit Mitteln aus dem Sanierungsfonds den Aufbau des neuen Nica Jazz Club am Alten Wall unterstützt (Drs. 22/16065). Zur Stabilisierung von Livemusik-Spielstätten und der Förderung junger Talente stellen wir im laufenden Haushalt jährlich 1,3 Millionen Euro bereit. Zudem sollen neue Förderrichtlinien entwickelt, steuerliche Verfahren vereinfacht und langfristige Perspektiven für Spielorte geschaffen werden (Drs. 22/17217). Für einen neuen Livemusik-Club im Paloma-Viertel werden 4,6 Millionen Euro aus dem Sanierungsfonds zur Verfügung gestellt (Drs. 22/17217). Für die Sanierung des Gruenspan, einen Interimsstandort sowie die Sanierung des Indra stellen wir insgesamt 14,3 Millionen Euro bereit. Ziel ist der Erhalt dieser traditionsreichen Livemusikspielstätten (Drs. 22/17217). Darüber hinaus wird das Hafenklang auf unsere Initiative hin technisch aufgerüstet, um seine Rolle in der subkulturellen Musikszene zu sichern. Für den Umzug der Bar 227 werden ebenfalls Mittel zur Verfügung gestellt (Drs. 23/1155). In den Räumen des bisherigen headCRASH entsteht der neue Liveclub BETTY, den wir bei der Finanzierung von Schallschutz, Ton- und Lichttechnik unterstützen (Drs. 23/1221). Auch haben wir zur Weiterentwicklung der Angebote von RockCity – etwa Artist Navigator, „Operation Ton“ oder Tourförderung – die jährliche Förderung in den letzten Haushaltsberatungen erhöht (Drs. 22/17217). Hamburger Film- und Serienstandort Um den Hamburger Filmstandort auch mit Blick auf die geplanten Reformen auf der Bundesebene zukunftsfest aufzustellen und national sowie international wettbewerbsfähig zu halten, haben wir uns für eine stärkere finanzielle Unterstützung eingesetzt: In den letzten Haushaltsberatungen konnten wir für die Filmförderung für die Jahre 2025 und 2026 eine Erhöhung um je 5 Millionen
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