Anfänger Schwimmintensivkurse für Hamburger Kinder

Dienstag, 23.02.2021, Drucksache 22/

Antrag der Abgeordneten Dirk Kienscherf, Sören Schumacher, Juliane Timmermann, Matthias Czech, Annkathrin Kammeyer, Astrid Hennies, Gulfam Malik, Marc Schemmel, Tim Stoberock, Michael Weinreich, Güngör Yilmaz, Vanessa Mohnke, Anja Quast, Nils Springborn, Philine Sturzenbecher, Julia Barth, Sarah Timmann, Cem Berk, Alexander Mohrenberg, Clarissa Herbst und Fraktion sowie der Abgeordneten Maryam Blumenthal, Miriam Block, Sina Demirhan, René Gögge, Farid Müller, Ivy May Müller, Andrea Nunne, Peter Zamory (GRÜNE) und Fraktion

Die rot-grüne Koalition setzt sich dafür ein, dass jedes Kind schwimmen lernt. Dennoch können am Ende der Grundschulzeit noch nicht alle Kinder selbstverständlich sicher schwimmen.
Schwimmunterricht im Rahmen des Schulunterrichts hat das Ziel, allen Kindern, unabhängig von der familiären und finanziellen Situation, den Erwerb von Schwimmkompetenzen zu ermöglichen. Durch die Schul- und Schwimmhallenschließungen während des coronabedingten Lockdowns wird – das hat eine Erhebung des Schleswig-Holsteinischen Schwimmverbandes nun gezeigt – ein ganzer Schuljahrgang Defizite in der Schwimmkompetenz aufweisen, da die schulische Schwimmausbildung während der Corona-Pandemie ausgefallen ist. Dies führt zu schwerwiegenden Defiziten bei der Schwimmfähigkeit der Kinder.
Mit der Wiedereröffnung der Bäder nach dem ersten Lockdown und der im Pandemieplan der Gesellschaft für das Bäderwesen vorgeschriebenen Trennung der Nutzergruppen konnten Kindergruppen auch Wasserzeiten an für sie günstigen Tageszeiten erhalten. An dieser Priorisierung wollen die Regierungsfraktionen weiter ansetzen und das Schwimmenlernen weiter priorisieren.
Ähnlich wie in Schleswig-Holstein von der DLRG gefordert, ist es auch für Hamburger Schüler*innen notwendig, im Rahmen eines Anfänger-Intensivkurses, beispielsweise am Nachmittag, am Wochenende und in den Ferien das erste Schwimmabzeichen zu erhalten.
Dafür sollte der Senat gemeinsam mit der DLRG und dem Hamburger Schwimmverband ein tragfähiges Konzept entwickeln, um Kindern – sobald es das Infektionsgeschehen zulässt – ein zügiges und prioritäres Angebot machen zu können, um mindestens das erste Schwimmabzeichen erreichen zu können und dieses auch vorrangig bei den ersten Öffnungsschritten zu berücksichtigen, um so vielen Kindern wie möglich den Erwerb von Schwimmkompetenz zu ermöglichen. Hierfür könnten Hallenzeiten zur Verfügung gestellt werden, sobald das Infektionsgeschehen eine teilweise Lockerung für die Nutzung von Schwimmhallen zulässt, bevor die komplette Schwimmhallennutzung für die breite Öffentlichkeit vorgesehen ist.
Unser Ziel muss es sein, allen Kindern in Hamburg die Möglichkeit zu bieten, schwimmen zu lernen.

Die Bürgerschaft möge beschließen:

Der Senat wird ersucht,
1. gemeinsam mit der DLRG, dem Hamburger Schwimmverband und Bäderland Hamburg ein tragfähiges Konzept zu entwickeln, um Kindern im Rahmen eines Intensivkurses am Nachmittag, Wochenende und in den Hamburger Schulferien zum ersten Schwimmabzeichen zu verhelfen,
2. im Rahmen der Umsetzung des unter Punkt 1 angeführten Konzeptes ein ausgewogenes Finanzierungskonzept zu erstellen,
3. auch privaten Schwimmschulen und -bädern zu ermöglichen, ihr Angebot im Bereich des Schwimmenlernens wieder bereit zu stellen,
4. für die Schüler*innen, bei denen durch die Corona-Pandemie Schwimmunterricht nicht stattfinden konnte, soll dieses Angebot möglichst kostenfrei sein,
5. der Bürgerschaft bis zum 31. August über die Umsetzung zu berichten.
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